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Gabriela Szabo gewinnt in Paris im Rennen um Gold erneut

Gabriela Szabo bleibt die einzige europäische Läuferin im Rennen um den mit 50 Kilogramm Gold dotierten Jackpot der IAAF Golden League

06.07.2002

Nach der zweiten Station der Golden-League-Serie des Welt-Leichtathletik-Verbandes IAAF in Paris muss Szabo allerdings noch bei den nächsten fünf Stationen triumphieren, um am Ende beim Finale in Berlin am Jackpot partizipieren zu können. Die nächsten Meetings vor dem Berliner ISTAF am 6. September sind nun Rom und Monte Carlo. Im August folgen dann noch Zürich und Brüssel.

Wie schon eine Woche zuvor beim Auftakt in Oslo hieß die große Gegnerin der Rumänin Gabriela Szabo wiederum Berhane Adere (Äthiopien). Nach Oslo standen nun in Paris nicht die 5000 Meter sondern die 3000 Meter auf dem Programm. Und nachdem die Tempomacherinnen bei 2200 Metern ausgestiegen waren, liefen Szabo und Adere nebeneinander. 300 Meter vor dem Ziel war es dann wieder die Rumänin, die sich mit einer Tempoverschärfung leicht von ihrer Konkurrentin lösen konnte. Doch noch lief Adere lediglich einen Meter hinterher. Auf der Zielgerade konnte die Rumänin dann aber nochmals zulegen und vergrößerte ihren Vorsprung entscheidend, obwohl es immer noch ein knappes Rennen war. Die Rumänin gewann schließlich in der Jahresweltbestzeit von 8:31,88 Minuten vor Adere (8:32,31).

Eine Überraschung gab es im 1500-m-Rennen der Frauen, das ebenfalls eine Golden-League-Disziplin war. Die Rumänin Maria Cioncan, die mit 4:02,10 Minuten auch die Jahresweltbestenliste anführt und das Rennen in Oslo gewonnen hatte, musste sich mit Rang zwei zufrieden geben und fiel somit aus dem Jackpot. Im Spurt setzte sich am Ende überraschend die US-Amerikanerin Nicole Teter in 4:05,52 Minuten mit nur einer Zehntelsekunde Vorsprung durch.

Bei den Mittel- und Langstreckenläufen der Männer hießen die Pariser Sieger genauso wie jene von Oslo: Hicham El Guerrouj und Benjamin Limo bleiben somit im Rennen um den goldenen Jackpot. Hicham El Guerrouj traf dieses Mal auf seinen vermeintlich schärfsten Rivalen dieser Saison: Bernard Lagat. Doch als es in die letzte Runde ging, konnte der Kenianer den Superstar aus Marokko nicht mehr halten. El Guerrouj lief mit 3:29,96 Minuten die erste 1500-m-Zeit unter 3:30 Minuten in dieser Saison, Lagat blieb in 3:31,59 nur Rang zwei. Dritter wurde mit deutlichem Abstand Mehdi Baala (Frankreich) in 3:33,55.

Benjamin Limo scheint zurzeit über 5000 m das Maß der Dinge zu sein. Eingangs der Zielgeraden lief der Kenianer noch auf Rang vier, doch mit einem fulminanten Endspurt überholte er alle vor ihm laufenden Athleten und gewann in 13:02,34 Minuten vor den Marokkanern Abderrahim Gourmi (13:03,17) und Mohammed Amyn (13:03,80).

Bei starkem Regen hatte Mario Jones (USA) zuvor einmal mehr keine optimalen Bedingungen über 100 m. Doch ihr Sieg in 10,89 Sekunden war ebenso souverän wie zuvor in Oslo. Marion Jones bleibt somit im Rennen um den Jackpot. Das konnte der 100-m-Sieger von Oslo nicht. Dwain Chambers (Großbritannien) musste aufgrund einer Schulterverletzung passen, so dass dieses Mal Maurice Greene (USA) in 9,99 Sekunden freie Fahrt hatte.

weitere Informationen auf unserer Golden League Info-Seite oder direkt bei der IAAF.


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